S-Bahn Berlin will sich gar nicht helfen lassen

| Kaputte Wagen, vereiste Weichen. Die S-Bahn kommt einfach nicht ins Rollen. Ein hausgemachtes Problem, durch Bockigkeit und Sturheit der Bahn-Bosse.

Sagt Professor Dr. Markus Hecht, Experte für Schienenfahrzeug-Technik. Er erklärt im KURIER, warum das so ist.

“Die S-Bahn will sich nicht helfen lassen. Es gäbe viele Möglichkeiten, das Dilemma zu beenden.” Rumms. Hecht erklärt den Irrsinn: “Es gibt in Berlins näherer Umgebung fünf, im Großraum sogar 20 Werke, die ohne Probleme S-Bahnen reparieren könnten. Diese werden aber nicht gefragt, einfach ignoriert.” Bislang heißt es von S-Bahn-Seite aber, die eigenen Werkstätten kämen mit den Nachbesserungen nicht nach. Doch Ausweichmöglichkeiten fallen aber scheinbar unbeachtet unter den Tisch.

Dabei wäre es so einfach, Wagen beispielsweise in Delitzsch bei Leipzig reparieren zu lassen. Dort schickt selbst die irische Stadt Dublin ihre Wagen hin. “In Berlin aber gilt: Wir können das allein”, sagt der Bahnberater.

Noch unverständlicher: Die S-Bahn versäumt nicht nur, selbst nach Lösungen zu suchen. Nein, sie lehnt Hilfsangebote sogar ab. In Tiergarten sitzt das Fraunhofer-Institut MRO. Hier gibt es mehr als 100 technische und wissenschaftliche Experten für Schienenfahrzeuge. Hecht: “Sie sind mehrfach bei der S-Bahn vorstellig geworden, wollten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Bahn-Antwort: Wir brauchen euch nicht!”. Was das MRO kann, zeigt es in der Schweiz. “Die Fraunhofer-Experten arbeiten dort mit dem Verkehrsunternehmen zusammen. Die haben bedeutend schwierigere Bedingungen, funktionieren aber dramatisch besser. Deren Pünktlichkeit wurde trotz Winter auf 99 Prozent gesteigert.”

Professor Hechts Forderung: Es muss ein 20-köpfiges Expertenteam her, “das zwei Monate in Vorstand und mittlerer Ebene mitarbeitet. Danach findet ein grüner Tisch statt und in drei Monaten läuft alles wieder wie geschmiert.” Wenn da nur nicht die sturen S-Bahn-Bosse wären…

Quelle: Berliner Kurier, 06.01.2011 | Bahnberater packt aus, S-Bahn will sich gar nicht helfen lassen

07.01.2011 Steffen030 |

2 Fragen an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

| Und Schuld hat die S-Bahn, das ich diese an den Chef, Herrn Franz, des VBB „Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH“ stellte.

Die Fragen habe ich mal per Fax geschickt und diese waren:

  • Wie können Sie als Geschäftsführer eines Verbundes so etwas zulassen und Millionen von Fahrgästen so dreist abzocken?
  • Warum haben Sie nicht den Mut, diese Fahrpreiserhöhung rückgängig zu machen bis die Fahrgäste auch 100% Leistung bekommen?

Zu meiner Ausführung dieser Fragen ist vorausgegangen, das ich die S-Bahn Berlin GmbH fragte wieso Sie den Preis erhöhen bei weniger Leistung und die S-Bahn meinte nur, dass ich mich dazu an den VBB zu wenden habe. Damit geschehen. Dann warten wir mal auf die Antwort!

Und nicht vergessen, werde auch Fan auf der Facebookseite „Chaos S-Bahn Berlin Hasser“.

Und Lieber Berliner, wie stehst du zu der Preiserhöhung? Schreib es mir.

05.01.2011 Steffen030 |

S-Bahn kritisiert Fahrgäste

| Noch was lustiges zum Thema S-Bahn Berlin. *** Achtung, dieser Beitrag ist Sarkasmus und Ironie pur. ***

Die Berliner S-Bahn-Führung hat bemängelt, dass auch in diesem Winter viele Fahrgäste trotz der kalten Witterung die Bahnhöfe nicht räumen.

„Bei Schnee und Kälte stehen die Fahrgäste oft stundenlang auf dem Bahnsteig herum“, sagte ein Bahnsprecher am Freitag. „Damit drohen sie nicht nur zu vereisen, sondern behindern auch die planmäßige Durchführung der winterlichen Betriebsstörungen.“ Dies gelte als Verstoß gegen die Tarifbedingungen und werde mit Beförderung in überfüllten, unbeheizten und verkeimten Kurzzügen mindestens bis Ostern bestraft.

Dem Sprecher zufolge appelliert die Bahnführung an die Vernunft der Kunden und empfiehlt dringend, bei schlechtem Wetter keine S-Bahnhöfe aufzusuchen: „Unsere Züge tun es ja auch nicht.“

Quelle: kojote-magazin.de | Bahnhöfe nicht geräumt: S-Bahn kritisiert Fahrgäste

31.12.2010 Steffen030 |

Chaos S-Bahn Berlin Hasser

| Mein Tipp zum Jahreswechsel.

Die Facebookseite “Chaos S-Bahn Berlin Hasser” wird mein Tipp zum Jahreswechsel sein. Du bist Berliner und bist genauso sauer auf die S-Bahn Berlin, dann werde doch Fan. Denkt einfach mal daran, dass die Fahrpreise ab 1.1.11 auch noch erhöht werden und der Zugverkehr ab Januar 2011 auch nochmal ausgedünnt wird. Das passt doch alles nicht zusammen.

Und dann das noch:

„[…] Ab Sonntagmorgen werden die S-Bahnzüge dann noch einmal auf 200 reduziert. Am Donnerstag waren von den insgesamt 550 Zügen 228 im Einsatz. Zudem wird es ab Sonntag in den sogenannten Außenästen Einschränkungen geben. Die Streckenabschnitte Strausberg-Strausberg Nord, Spandau-Westkreuz, Wartenberg-Springpfuhl und Hennigsdorf-Schönholz „können ab diesem Zeitpunkt vorübergehend nicht bedient werden“, wie der Sprecher mitteilte. Zwischen Hennigsdorf, Tegel und Wilhelmsruh sowie zwischen Strausberg und Strausberg Nord würden stattdessen Busse fahren. […]“

Quelle: BZ, S-Bahn-Kollaps, S-Bahn 2011: kaum noch (in)Takt
Bildquelle: Facebookseite, Chaos S-Bahn Berlin Hasser

31.12.2010 Steffen030 |

S-Bahn _ Berlin vs. München

| Die BZ hat es schön geschrieben. “München hat mehr Strecke, mehr Schnee, weniger Personal. Doch anders als in Berlin fährt die S-Bahn.”

Jetzt ist Schluss mit lustig! Nach den DDR-Vergleichen gucken wir heute mal in die bayerische Hauptstadt. Und dort rollt alles!

Schnee und Frost machen Berlins S-Bahn immer mehr zu einer Schönwetter-Mitfahrgelegenheit. Ein Vergleich mit München zeigt: Dort fährt im Winter alles nach Fahrplan. Die Fakten:

► In der bayerischen Landeshauptstadt fällt im Schnitt an 37 Tagen Schnee, das sind elf mehr als in Berlin.

► Auch der Frost kommt früher und geht später, denn München liegt 500 Meter höher. Trotzdem gibt es dort weniger Ausfälle. Nur zehn von 238 Münchner S-Bahn-Zügen sind in der Werkstatt. In Berlin sind derzeit 60 von 140 Zügen nicht einsatzbereit!

► Das Streckennetz der S-Bahn in und um München ist mit 442 Kilometern 110 Kilometer länger als das in Berlin.

► Berlin hat mehr Fahrgäste (täglich 1,2 Millionen) als München mit 800.000.

► Die Bayern bekommen den fast störungsfreien Verkehr mit 1005 Beschäftigten auf die Schiene. In Berlin schaffen dies 2947 Beschäftigte nicht einmal annähernd.

Woran liegt das? In München werden alle Weichen beheizt. Außerdem fahren die Bayern mit modernen Zügen, die erst seit 1998 gebaut werden. Die Berliner S-Bahner hingegen fahren mit vergleichsweise alten Zügen aus den 80er Jahren.

Wo hakt es in München? „Unser großes Problem ist der City-Tunnel, durch den alle Bahnen müssen“, sagt Beate Brennauer vom Münchner Verkehrsverbund MVV. „Wenn es dort eine Störung gibt, dann steht halb München.“ Sonst aber laufe der Nahverkehr reibungslos.

Im Gegensatz zu Berlin. Auch in den nächsten Tagen sind nur 80 Züge einsatzbereit. S-Bahnsprecher Burkhard Ahlert: „Anfang nächster Woche wollen wir zum Fahrplan vor dem Winter-Einbruch mit 104 Zügen zurückkehren.“

Das ist allerdings eine Rechnung ohne das Wetter…

© BZ Berlin | S-Bahn-Frust – S-Bahn: Berlin grollt, München rollt
© Grafik S-Bahn via Site Spreeradio 105.5

09.12.2010 Steffen030 |

S-Bahn Berlin – so schön kann Winter sein

| Es wird Winter und die S-Bahn Berlin geht wieder ins Chaos. „Die S-Bahn schafft es nicht.“ – so Senatorin Ingeborg Junge-Reyer

Ich persönlich kann es nicht mehr nachvollziehen mit der S-Bahn Berlin. Es wird Winter , paar Grad Minus und Schneefall – und die S-Bahn geht erneut ins Chaos, ab Montag 6.12.10 fährt die S-Bahn wieder im ausgedünnten Takt. Damit fährt die S-Bahn mal wieder in der Hauptstadt im 20 Minuten Takt und du denkst du bist irgendwo auf dem Lande. Witterungsbedingt wie die S-Bahn betont. *hahaha* Warum sind die nicht in der Lage endlich mal einen normalen Fahrplan anzubieten? Schließlich muss ich als Kunde doch auch 100% mein Ticket zahlen, aber für was? Die S-Bahn bringt auch keine 100%!

Schmunzeln muss ich bei den Entschuldigungsleistungen. Da präsentiert die S-Bahn ganz stolz auf Ihrer Homepage dass die Einzeltickets am Weekend im November und Dezember 2010 als Tageskarte Gültigkeit haben und dann muss man sich schon fragen ob es nicht sinnvoll wäre da die Leistung zu bringen, die man auch erwartet. Nun müsste sich die S-Bahn ja schon wieder für die Entschuldigung Entschuldigen weil sie es eben nicht gepackt haben „normal“ zu sein.

Was mich am meisten stört, ist, das man immer wieder um Entschuldigung bittet, das ist doch seitens der S-Bahn sicherlich nicht mehr ernst gemeint. Da können Sie auch das ganze Jahr auf Ihrer Seite „Entschuldigung“ schreiben.

Die S-Bahn Berlin schreibt auf Ihrer Homepage:

Durch die witterungsbedingten Weichenstörungen vom vergangenen Donnerstag, konnten viele Züge nicht in die Abstellanlagen und Werke gebracht werden, um die umfangreichen Fristarbeiten, unter anderem die tägliche Prüfung der Sandstreueinrichtungen, durchzuführen.
Ein erheblicher Rückstau bei der Durchführung zwingend vorgeschriebener Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen ist die Folge und damit kann die S-Bahn Teile ihrer Fahrzeugflotte nicht einsetzen.
Trotz zusätzlichem Personaleinsatz und Ausweitung der betriebsnahen Werkstattkapazitäten, auch auf die Hauptwerkstatt Schöneweide und die Werkstatt in Erkner, kann der Fahrzeug-Rückstau nur über mehrere Tage abgearbeitet werden. Für die daraus resultierenden Betriebseinschränkungen in den nächsten Tagen bittet die S-Bahn ihre Kunden ausdrücklich um Entschuldigung.

Die bz-berlin schreibt: S-Bahn-Nerv, Wartungs-Stau: S-Bahn-Chaos droht
Die taz schreibt: S-Bahn steckt im Schnee fest

05.12.2010 Steffen030 |

11.09.2009: Neues vom S-Bahn Chaos in Berlin (Es tut ihm leid.)

Wieder eine Menge passiert in zwei Tagen – aber ich möchte nicht alles wiederholen wollen. Nur heute das wichtigste. Eben bei der S-Bahn Berlin auf der Seite entdeckt, eine Stellungsnahme bzw. „offene“ Worte von Peter Buchner, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH. Glaubt man denen bei der S-Bahn überhaupt noch? Ich weiß nicht. Ich hatte gestern das Vergnügen beim Kundencenter anrufen zu dürfen, weil ich einen Gast hatte, der mit der S-Bahn fahren wollte und ich dem das erklären musste, das sie nicht fährt weil die ein Aua hat. Dennoch schreibe ich bzw. wir in unserem Unternehmen Service groß und somit musste ich im Kundencenter der S-Bahn anrufen. Am Ende habe ich nur gedacht, oje, einerseits war der Mitarbeiter dort freundlich, aber eine Route für meinen Gast konnte er auch nicht wirklich sagen, es war unnormal wie der Mitarbeiter der S-Bahn meinen Gast fahren lassen wollte. Am Ende fand ich eine Verbindung alleine raus und die war so easy, das ich hoffe mein Gast kommt gut an. Ich verstehe es einfach nicht, wie die Bahn so arbeiten kann.

Gestern hast du den Eintrag vermisst zum S-Bahn Chaos in Berlin. Ich habe alle meine Infos & Meinungen dazu getwittert, wenn du magst folge mir doch da. Hier meine Infos zur S-Bahn vom 10.09.2009:


@danielbaer, die laufen auch in #Berlin rum, weil sie keine #SBahn fahren koennen ;o)


10.09.2009 / ca. 13:07 Uhr


Manche Gaeste koenne aber auch komische Fragen zu der #SBahn in Berlin stellen. Bin ick die Kundenbetreuung? #SBahn kotzt mich nur noch an.


10.09.2009 / ca. 17:10 Uhr


Bastelstunde, wie bastel ick mir ne #SBahn die auch faehrt, der Gast versteht mich nicht, das die #SBahn in Berlin ein Aua hat.


10.09.2009 / ca. 19:20 Uhr


Man staune ja Baukloetzer, eben musste ich im S-Bahn Kundencenter anrufen fuer einen Gast. Man sind die Nett im Kundencenter. *staun* #SBahn


10.09.2009 / ca. 21:30 Uhr


@BrabaxBln, ok kann sein, waere ich boese gewesen, waere er das dann auch? Gute Frage. Aber testen will ick das jetzt nicht. ;o) #SBahn


10.09.2009 / ca. 21:32 Uhr


TOP Themen im Blog vom 10.09.09: Tipps zum Onaniern | #SBahnChaos vom 09.09.2009 | Freunde sind wie Sterne »» http://blog.steffenhacker.de


10.09.2009 / ca. 22:00 Uhr

Und möchte ich noch schnell den aktuellsten Link vom heutigen Tage einfügen, damit auch der letzte Berliner die Worte vom Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH lesen kann.

-▷ S-Bahn Berlin GmbH _ Liebe Fahrgäste,

Sehr geehrte Fahrgäste,

wir haben Sie enttäuscht. Noch bis vor wenigen Tagen waren wir S-Bahner selbst fest davon überzeugt, ein gewaltiges Stück der Durststrecke bewältigt zu haben. Tatsächlich haben wir nun einen herben Rückschlag erlitten, der nicht vorhersehbar war.

Mir tut das außerordentlich leid. Ihnen, unseren Fahrgästen gegenüber, die nach langen Wochen der Einschränkungen anerkannt haben, dass sich die Leistungsfähigkeit der S-Bahn langsam verbesserte. Und auch für unsere Mitarbeiter, die wochenlang unter Hochdruck daran gearbeitet haben, die Situation in den Griff zu bekommen. Die Ernüchterung ist bei allen groß. Ich weiß, dass vielen längst das Verständnis für die Situation fehlt.

Am vergangenen Montag war eine Entscheidung zu treffen, die nicht leicht war, die aber keinen Ermessensspielraum zuließ. Bei zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen an Fahrzeugen der Baureihe 481 wurden an einem Wagen vier auffällige Bremszylinder festgestellt. Dies ließ uns nur eine Wahl: Vorübergehende Stilllegung aller Wagen mit einer bestimmten Kilometerleistung – zur Sicherheit unserer Fahrgäste und unserer Mitarbeiter. Es gab keine Zeit, Informationen zu den neuerlichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr umfassend vorzubereiten. Wir haben die Möglichkeiten des schnellen Internets und alle verfügbaren Medien wie Hörfunk und Fernsehen genutzt. Derzeit vervollständigen wir die Aushänge auf den Bahnhöfen und stellen Fahrplantabellen für die Zusatz- und Ersatzverkehre her. Dies braucht Zeit und ist noch nicht perfekt. Wir wissen dies.

Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mit Kundenbetreuern und Servicekräften für Ihre Fragen da sind: auf den Stationen, in den Zügen und am Kundentelefon. Dabei kommt es immer wieder auch zu schwierigen Situationen und gar Überreaktionen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, gehen Sie bitte rücksichtsvoll miteinander um. Ich versichere Ihnen, dass wir schnellstmöglich wieder Fahrzeuge in Betrieb nehmen. Es geht zunächst leider noch langsam voran. Seit Donnerstag vormittag können wir einen stabilen Notfahrplan bieten. Sobald mehr geht, informieren wir Sie.

Ihr Peter Buchner
Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH

Screenshot SBAHN 11.09.09

Quelle: S-Bahn Berlin GmbH

09.09.2009: Neues vom S-Bahn Chaos in Berlin (Notfahrplan? – Vergiss es!)

Die Meldungen haben sich auch heute wieder zum S-Bahn Chaos in der Hauptstadt überschlagen. Man hört in den Nachrichten dass dieses Chaos bis Ostern 2010 andauern soll. Das ist doch mittlerweile ein Witz – oder? Ich bin eigentlich nur noch sprachlos und weiß nicht was das noch soll. Der Bürger ist machtlos und muss sich diesem Chaos stellen, er hat das nicht zu verantworten, ich bin der Meinung, das Mehdorn dafür zu zahlen hat und das nicht zu wenig. Aber nein, das ist sicher nur ein Wunschdenken.

Mein schönster Satz den ich heute gelesen habe war: Dafür bekommt sie Unterstützung aus dem Süden – die S-Bahn München hilft mit 2 Fahrzeugen aus.“ – den habe ich im Artikel bei der BZ Berlin gelesen. Auch der Lacher für mich ist, das der Berliner Senat nur 15 Millionen Euro einbehalten will. Toll gemacht. Die weiteren Witze der S-Bahn Berlin GmbH sind, “Wir twittern die aktuellesten Geschehnisse” – Guck mal bei der S-Bahn vorbei, wie toll die twittert, so wie wir sie kennen, keine Informationen.

Nun die wichtigsten Informationen vom heutigen Tag und die aktuelle Übersicht aus der Berliner Morgenpost wie der Notfahrplan ab Mittwoch bzw. ab Donnerstag ungefähr ausschaut:

-▷ BZ _ Schlamperei, Schon 35 defekte Bremszylinder

Stück für Stück, S-Bahn-Wagen für S-Bahn-Wagen kommt die ganze Schlamperei ans Licht. [...]

[...]Dafür bekommt sie Unterstützung aus dem Süden – die S-Bahn München hilft mit zwei Fahrzeugen aus. Zwei S-Bahn-Fahrer sollen sich heute Morgen in die Hauptstadt aufmachen. Die Fahrzeuge sollen als Entlastungszüge zwischen Südkreuz und Gesundbrunnen zum Einsatz kommen.

-▷ Tagesspiegel _ S-Bahn-Chaos, Mehdorns langer Schatten

[...] Zu diesem Zeitpunkt herrschte zwischen S-Bahn und Senat schon ein rechtloser Zustand, weil der alte Verkehrsvertrag Ende 2001 ausgelaufen war. Alle stritten sich an allen Fronten, auch senatsintern. Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) wollte einen neuen S-Bahnvertrag mit langer Laufzeit. Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) plädierte für einen Einjahresvertrag. Immerhin wollten beide den Zuschuss von jährlich 234 Millionen Euro um 45 Millionen Euro kürzen. Daraufhin drohte Mehdorn, die Bahn-Hauptzentrale aus Berlin nach Hamburg zu verlegen, Strecken zu streichen und notfalls den gesamten Verkehr zum Fahrplanwechsel im Dezember 2003 stillzulegen. [...]

-▷ Berliner Morgenpost _ Das meinen Twitter-Nutzer zum S-Bahn-Chaos

Thema des Tages in Berlin: Die S-Bahn fährt so gut wie gar nicht, drei Viertel aller Züge sind wegen technischer Mängel aus dem Verkehr gezogen worden. Und das bewegt auch die Nutzer des Microblogging-Dienstes Twitter – die in 140 Zeichen ihren Unmut äußern und hilfreiche Informationen verteilen. […]

-▷ BZ _ S-Bahn-Chaos, Wieder Tausende zu spät bei der Arbeit

[...] Wie groß ist der wirtschaftliche Schaden für die S-Bahn?
Der Fahrgastverband IGEB geht von einem Gesamtschaden von bis zu 200 Millionen Euro aus, zumal die Bahn zunächst 100 Millionen Euro investieren müsse, um Fahrzeugschäden zu beheben. Dazu kommen Einnahmeausfälle und Entschädigungsleistungen.
Wie werden Kunden entschädigt?
Bislang will die S-Bahn nur Stammkunden entschädigen, und das auch nur im Dezember. Verkehrssenatorin Junge-Reyer: “Ich habe den Vorstand der DB aufgefordert, die Entschädigungsleistungen auf alle Fahrgäste auszudehnen.“ Unterstützung bekommt sie vom VBB: “Es müssen alle entschädigt werden, vor allem muss jetzt mal eine Geste der S-Bahn kommen, etwa, eine Woche freie Fahrt für alle“, so eine Sprecherin

-▷ Tagesspiegel _ Senat hat gegen die S-Bahn wenig in der Hand

Verkehrssenatorin Junge-Reyer fordert Entschädigung für alle Fahrgäste – und hofft auf ein Entgegenkommen des Konzerns. [...]


© Berliner Morgenpost / Bahn

© Berliner Morgenpost / Bahn

08.09.2009: Neues vom #S-Bahn Chaos in Berlin (Die haben eine Schraube locker)

Der Lacher von Fritz.de – Genial gemacht und so cool: http://tinyurl.com/msjooz

Bevor ich die aktuellen News linke, meine persönliche Meinung zu dem Thema. Die Meldungen überschlagen sich und überall kann man fast lesen, dass man noch mehr personelle Konsequenzen ziehen soll. Aber hat das denn einen Sinn, es ist doch am Ende egal, ob nun noch mehr Köpfe rollen oder nicht, denn eines ist doch Fakt, egal wer dort das sagen hat, Probleme wird es immer wieder geben. Meine schnellsten und aktuellsten Meinungen zum Thema S-Bahn Berlin kannst du bei Twitter verfolgen, wenn du das willst, folge mir einfach bei Twitter. Meine ersten Beiträge zum dem Neuen Chaos ließt du hier und hier.

Mein aktuellester Link: Berlin.de > Wowereit: S-Bahn hatte Verschleiß in Kauf genommen

08.09., 13:38 Uhr
Berlin – Berlin muss nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) wegen der neuerlichen Ausfälle bei der S-Bahn eine Geduldsprobe durchstehen. «Die Sicherheit geht vor», erklärte Wowereit am Dienstag. «Aber ich erwarte von der S- Bahn, dass sie alles tut, um diese Beeinträchtigungen so kurz und so gering wie nur irgend möglich zu halten.» Die neue Bahnführung habe die Unterstützung des Senats, bei der S-Bahn aufzuräumen. Das S-Bahn- Chaos sei ein Beleg für negative Folgen der Privatisierungsstrategie der früheren Bahnführung. «Mit Blick auf kurzfristige Überschüsse wurde ein unakzeptabler Verschleiß in Kauf genommen», sagte Wowereit.
© dpa

Ich bin nicht unmittelbar von dem S-Bahn Chaos in Berlin betroffen, aber es kotzt mich mittlerweile auch an, denn ich habe durch dieses Chaos da – schon mehr als genug auf meine liebe Kollegen warten müssen, weil diese es wegen der S-Bahn nicht pünktlich zum Arbeitsplatz schaffen. Da ist die Rede von „fährt im 20 Minuten Takt“ ja und was ist die Realität? Nicht mal diesen Satz können sie bei der S-Bahn einhalten. Auch schafft es die S-Bahn nicht die Kunden zu informieren und genau zu berichten. Persönlich muss ich sagen, das ich nicht mal glaube, das dieses Problem erst jetzt Bekannt wurde mit den Bremsen, denn wenn man beachtet, das die S-Bahn gerade fast alle Züge in den Werkstätten hatte, dann ist das nur noch Peinlich.

© Berliner Morgenpost / Bahn

© Berliner Morgenpost / Bahn

Im 20. Jahr des Mauerfalls schafft es die S-Bahn Berlin erneut und das nun zum zweiten Mal Berlin Ost und Berlin West zu trennen. Die sind fast besser als die DDR damals. Einfach eine grandiose Leistung was das Unternehmen dort an den Tage legt.

Es ist auch eine bodenlose Frechheit wie man mit den Kunden umgeht, sie bekommen es nicht mal gebacken für jeden Kunden eine Entschädigung in Frage zu stellen. Was nun? Ich wäre dafür, dass die S-Bahn, wenn sie im Jahre 2045 wieder normal fährt, einen Fahrpreis für ein ganzes Jahr um 50% weniger anbietet. ;o)

Was kommt denn als nächstes bei der S-Bahn Berlin? Sind dann die Scheibenwischer marode? Wachsen zu viele Blumen auf den Gleisbetten, wäre auch kein Wunder, denn wenn als Brach liegt, weil keine Bahn fährt. Verständnislos schaue ich auf die Dinge bei der S-Bahn, denn es ist nachvollziehbar was da abgeht. Man könnte es umschreiben mit den Worten „Es reicht!“ – das nachsehen haben leider die Kunden, die können doch nichts machen, denn die werden nicht wahrgenommen. Entschädigung? Keine Spur davon in Sicht, denn schon beim letzten Mal als ich die S-Bahn kontaktierte meinte man, es fahren doch noch Busse, U-Bahnen und und und … Ja, tolle Ausrede. Haben die mal daran gedacht, das es Menschen gibt die vom S-Bahn Netz abgetrennt wurden?

Ist der Traumjob heute S-Bahn Mitarbeiter im Kundencenter? Ich möchte nicht in deren Haut stecken, denn eigentlich sind diese nun genau der Blitzableiter für den Konzern und müssen den Unmut ertragen, den die Kunden haben. Und was kommt dann als Satz immer: „Wir bitten um Entschuldigung und Verständnis.“ – Wie viel Verständnis haben die Berliner denn noch? Wie sicher fühlt man sich denn noch, wenn man S-Bahn fährt?

Die Frechheit ist ja schon auf noch nicht auf dem Höhepunkt angekommen, da guckt man bei der S-Bahn Berlin auf der Homepage und will den aktuellen Notfahrplan haben wollen, findet nichts, okay, nachdenken – ah Anruf im Kundencenter bei der S-Bahn, die können dir sicher helfen, nein können sie nicht, die S-Bahn Berlin hat es tatsächlich geschafft das Kundencenter zu schließen und den Anrufer eine Bandansage um die Ohren zu hauen. Ergo, man bekommt im Internet keinen AKTUELLEN Notfahrplan, man bekommt am Telefon im Kundencenter keinen aktuellen Notfahrplan. Ein Sauhaufen diese S-Bahn da in Berlin.

Was sind die Meldungen in den Medien, die schneller sind als die S-Bahn Berlin mit ihren Bahnen:

-▷ BZ _ S-Bahn-Nerv, Der Bahnsinn am Alexanderplatz

Ein Ellenbogen bohrt sich in seine Hüfte. Er zuckt zusammen. Von Rechts trifft ihn ein Rucksack in die Magenkuhle. Alexander Berger (33) kauert in der Ecke. Die Masse schiebt und bohrt weiter. 7.45 Uhr Regionalexpress 01, Alexanderplatz Richtung Potsdam. Ersatzverkehr für die lahmende S-Bahn.

Seit Dienstagfrüh fahren nur ein Viertel der S-Bahnen. Zwischen Alex und Westkreuz rollt kein Waggon mehr. Totaler Kollaps. Grund: Defekte Bremszylinder. […]

[…] Auf den Gleisen stehen die Fahrgäste in Fünfer-Reihen. Stau! Kein vor, kein zurück. Es riecht nach vanillepudrigem Deo, Schweiß, kaltem Zigarettenrauch. Ein Obdachloser uriniert auf den Bahnsteig. “Ich warte seit einer drei Viertel Stunde, bin bis jetzt in keinen Zug gekommen”, sagt Studentin Martin Eber (23). Ein Bahnmitarbeiter versucht zu trösten. “Die nächste Bahn kommt bestimmt, ist nur eine Frage der Zeit”, sagt er. Lacht. Humor gegen das Chaos. “Wir sind hier heute Blitzableiter für den Frust der Leute”, sagte der Bahnmitarbeiter. “Mir wurde heute schon drei Mal Prügel angedroht”, sagt er. […]

-▷ Berliner Morgenpost _ Das meinen Twitter-Nutzer zum S-Bahn-Chaos

Thema des Tages in Berlin: Die S-Bahn fährt so gut wie gar nicht, drei Viertel aller Züge sind wegen technischer Mängel aus dem Verkehr gezogen worden. Und das bewegt auch die Nutzer des Microblogging-Dienstes Twitter – die in 140 Zeichen ihren Unmut äußern und hilfreiche Informationen verteilen. […]

-▷ Berliner Morgenpost _ Kommentar, Das muss personelle Konsequenzen haben

Berlins S-Bahn-Kunden haben genug. Erneut steht die S-Bahn wegen gravierender technischer Mängel weitgehend still. Morgenpost-Redakteur Gilbert Schomaker fordert, jetzt personelle Konsequenzen zu ziehen. Nicht nur beim Tochterunternehmen S-Bahn, auch bei der Deutschen Bahn selbst.
Es reicht. Schon wieder fahren große Teile der S-Bahn nicht. Das Chaos, das die Berliner heute auf den Bahnhöfen erwartet, ist der Super-GAU für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Wieder müssen sich die Fahrgäste auf lange Wartezeiten, Zugausfälle und das Umsteigen auf die BVG einstellen.

Die S-Bahn hat mit dem neuen Chaos jeden Kredit beim Kunden verspielt. […]

-▷ Verkehrsclub Deutschland _ Erneutes S-Bahn-Chaos in Berlin

[…] Eine Kündigung des S-Bahn-Vertrages und Neuverhandlungen hält der VCD für nicht zielführend, dafür aber Nachverhandlungen. Die S-Bahn habe schon einmal jahrelang keinen Vertrag mit dem Senat gehabt und sei trotzdem gefahren. Der Senat habe in dieser Zeit keine stärkere Verhandlungsposition gegenüber der Berliner S-Bahn gehabt, da es keinen anderen Anbieter gab, der kurz- oder mittelfristig hätte fahren können. Daran habe sich bis heute nichts geändert.

Stefan Kohte, Bahnexperte des VCD-Landesverbandes Nordost: “Mit den S-Bahn-Ausschreibungen für 2017 soll erst nach der kommenden Wahl 2011 begonnen werden. Für Wettbewerber ist dieser Zeitplan aber viel zu knapp, da es sich bei den Berliner S-Bahn-Zügen um eine einmalige Sonderkonstruktion handelt. Deswegen fordern wir, dass mit den Vorbereitungen für die Ausschreibung sofort begonnen wird. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass auch Wettbewerber funktionsfähige, getestete Fahrzeuge im Angebot haben.“

-▷ Berliner Zeitung _ Stück für Stück zum S-Bahn-Glück

So ein S-Bahnwagen besteht aus vielen Teilen, die bei guter Pflege meist unauffällig funktionieren. Da diese Pflege beim Berliner Wagenpark wegen sogenannter Rationalisierung offenkundig nicht mehr ausreichend stattgefunden hat, lernen wir den Aufbau der Fahrzeuge jetzt schrittweise kennen. Nach Rädern und Achsen sind wir jetzt bei den Bremszylindern angelangt und Kenner der Materie können auswendig aufzählen, was sonst noch alles an sicherheitsrelevanten Teilen kaputtgehen kann: der Antrieb, die Verkabelung, die Sicherheitstechnik, die Stromzuführung, und und und. [...]