Penislineal – Gliedmesser gegen Sexpannen

PENISLINEAL

Bildquelle: pro famila

In der Drogerie um die Ecke gibt es Kondome in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, genoppt oder glatt, extrafeucht und sogar welche, die im Dunkeln leuchten. Was aber in der großen Auswahl fehlt, ist das Naheliegendste: unterschiedliche Kondomgrößen. Meist findet man nur die Durchschnittsgröße, die nicht weiter als solche ausgewiesen ist und den Eindruck vermittelt, die Gummis wären einheitsgroß und würden jedem passen.

Falsch. Das Durchschnittskondom mit der nominalen Breite von 52 Millimetern ist schnell mal um ganze 18 Prozent zu weit, wenn Mann eigentlich ein Kondom mit der nominalen Breite von 47 Millimetern braucht, und bei einer nominalen Breite von 64 Millimetern ist es um 50 Prozent zu eng. Zwei Drittel der deutschen Männer kaufen deshalb zu große oder zu kleine Verhüterli.

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Wie ist es bei dir mit dem messen? Genau gemessen?
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So wird in Deutschland über 100 Millionen Mal pro Jahr mit einem Kondom verhütet, das nicht perfekt sitzt. Dann kann es drücken und im schlimmsten Fall platzen, sich nicht abrollen lassen oder abrutschen und den Schutz komplett ruinieren. Deshalb ist die Wahl der richtigen Kondomgröße so entscheidend.

Ab und an gibt es in Drogerien und Supermärkten auch XS oder XL-Varianten. Aber brauche ich die nun? Gute Frage. Woher soll Mann das wissen? Im Geschäft anprobieren fällt jedenfalls schon mal aus. «Pro Familia» hat nun die Lösung für das kleine Größenproblem: Ab Juli 2011 bietet die Sexualberatung einen handlichen Gliedmesser namens Kondometto an.

Bestellen kann man das kreditkartengroße Hilfsmittel zur Bestimmung der richtigen Kondomgröße per E-Mail an lv.baden-wuertemberg@profamilia.de. Zum Selbstkostenpreis plus Porto für 2 Euro kommt das Kondometto dann diskret nach Hause. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Kondomberater Jan Vinzenz Kraus entwickelt und wird einfach um den Penis gelegt, um die Dicke zu messen. Auf einer Skala verschiedener Kondomgrößen findet Mann dann auf einen Blick die passende.

Dabei geht Pro Familia ins Detail: Es wird nicht nur zwischen peinlichen XS bis stattlichen XL unterschieden, sondern zwischen acht Größen von 45 bis 69 Millimeter. Diese Kennzahlen, die der nominalen Breite des Penis entsprechen, sollen in Zukunft diskret auf der Rückseite der Kondompackungen vermerkt sein, die bald in vielen Drogerien erhältlich sein sollen. Bis jetzt gibt es viele der dank Kondometto messbaren Zwischengrößen aber noch nicht im Laden. Deshalb bietet «Pro Familia» eine Datenbank an, in der man seine individuelle Größe online bestellen kann.

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Schönheits-OP: Penis auf der Streckbank

Wann ist ein Mann ein Mann? Während Frauen den Sex-Appeal des starken Geschlechts über einen durchtrainierten Körper und ein markantes Gesicht definieren, schaut der Mann selbst unter die Gürtellinie. Nach Angaben des Instituts für Männergesundheit an der Universität Hamburg-Eppendorf definieren sich 85 Prozent aller Männer über ihre Sexualität und ihre Penisgröße.

Demzufolge gibt es in Deutschland massenweise unzufriedene Männer: Denn jeder Zweite hält sein Gemächt für zu klein. Sie halten unter anderem die Größe von Pornodarstellern für den Maßstab, wie Frank Sommer vom Institut für Männergesundheit erklärt. Doch dem Urologen zufolge treffen die gigantischen Maße nur auf fünf Prozent aller Männer zu.

Aber was ist normal? In verschiedenen Studien wurden bei einem erigierten Penis Durchschnittswerte zwischen 14,5 und 15,2 Zentimeter erzielt. In einer anderen Studie lagen 90 Prozent aller Probanden zwischen 14 und 16 Zentimetern.

Wer sein Glied als zu klein empfindet, kann darunter auch psychisch leiden. Ist die Intimsphäre des Mannes gestört, wirkt sich das negativ auf das Sexualleben aus. Umso mehr Männer entscheiden sich deswegen für einen radikalen Schritt: eine Penisverlängerung.

Im vergangenen Jahr haben sich rund 1000 Männer für die Operation entschieden. «Mittlerweile liegen Penisvergrößerungen auf dem siebten Platz der schönheitschirurgischen Eingriffe bei den Männern», sagt Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Berlin. Die tatsächliche Zahl der Eingriffe dürfe aber viel höher sein, denn eine Operation im Ausland sei oft günstiger.

Von Saldem macht jedoch deutlich, dass der Eingriff nicht die Potenz der Patienten stärkt. «Bei den Männern ist da nur der Wunsch nach mehr Volumen.» Und die nehmen die schmerzhafte Prozedur dafür gern in Kauf.

Das Verfahren

Ziel ist es, einen Teil des Gliedes von innen nach außen zu verlagern. Das heißt: Die Reservezentimeter, die normalerweise im Bauchraum versteckt sind, werden nach vorne verlagert. So wird optisch ein größerer Penis, sowohl im nicht erigierten als auch im erigierten Zustand, ermöglicht.

Dafür setzt der Chirurg einen bis zu drei Zentimeter langen Schnitt an der Peniswurzel unter dem Schamhaar. Durch die Öffnung kommt er an die Haltebänder, die am Beckenknochen befestigt sind. Diese werden teilweise gelöst, nach vorne verlagert und wieder am Knochen befestigt. Die OP erfolgt meist ambulant. Dem Patienten wird geraten, sich eine Woche zu Hause vom Eingriff zu erholen. Je nach Wundheilung könne er frühestens acht Wochen danach wieder Geschlechtsverkehr haben.

Wie viele Zentimeter der Patient sichtbar hinzu bekommt, ist eine Lotterie. Denn der Chirurg kann nur das herausholen, was innen liegt. Und der Betroffene weiß vor der Operation nicht, wie viel Penis sich noch im Bauchraum befindet. Das schwankt von Patient zu Patient – von zwei bis zu sechs Zentimeter.

Risiken und Kosten

Durch den Eingriff kann der Penis an Stabilität verlieren. Zudem wird er unempfindlicher. Nach der Operation kann sich der Penis durch den Narbenzug wieder auf die ursprüngliche Größe verkleinern. Um das zu verhindern, wird häufig nach der Operation ein Penisstrecker verwendet.

Im Schnitt kostet eine Penisverlängerung 5000 Euro. Die Krankenkassen kommen dafür in der Regel nicht auf. Der Betroffene muss die Operation aus eigener Tasche bezahlen.

Welche Schönheitsoperationen in Deutschland gefragt sind, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

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