… bei der BZ-Berlin scheint dies, die Sensation seit Jahren zu sein. Aber so neu ist das ja gar nicht. Hat das bei der Recherche niemand gewusst, oder brauchte man nur einen Aufmacher gegen Schwule?
Das weiß nur die BZ-Berlin am Ende am besten. Und weil diese Story eigentlich auch nichts Neues ist, finde ich persönlich die Meinung der Medienkritik von Christian Scheuß bei Queer.de sehr schön.
Worum es nun geht, kurz angeschnitten, angeblich sind laut BZ-Berlin die Berliner empört über den Sex der Schwulen im Tiergarten Berlin – nur laut dem Bericht gab es noch keine Anzeigen:
Bremer Weg im Tiergarten, 15.03 Uhr. 280 Meter entfernt von der Siegessäule nehmen sich zwei Männer in die Arme, küssen sich, ziehen sich aus. Dann haben sie Sex. Vor den Augen von Spaziergängern, Joggern, Fahrradfahrern.
Die B.Z.-Fotos dieses offen zur Schau gestellten Treibens erhitzen die Gemüter. „Solche Sexspiele im Tiergarten müssen gestoppt werden“, fordert Robbin Juhnke, innenpolitischer Sprecher der CDU. „Es darf nicht sein, dass Jogger, Spaziergänger und vor allem Kinder so etwas in der Öffentlichkeit sehen müssen.“
Das Gebiet rund um den Bremer Weg ist bekannt als Treffpunkt vor allem für Männer, die schnellen Sex suchen. Passanten berichten, dass es aufgrund des milden Wetters deutlich mehr homosexuelle Liebespaare in den Tiergarten zieht. Aber auch Stricher bieten sich häufig auf einer kleinen Brücke in dem Gebiet zwischen Siegessäule und Café am Neuen See an. „Die rechtlichen Grenzen sind eindeutig“, sagt Benedikt Lux, ordnungspolitischer Sprecher der Grünen. „Der Sex dort darf kein öffentliches Ärgernis erregen.“ Falls er das doch tut und ein Passant Anzeige erstattet, würden den Beteiligten nach §183a im Strafgesetzbuch bis zu einem Jahr Gefängnis drohen. [...]
