Vermisster Sauna-Mitarbeiter ist tot

Wie queer.de bereits gestern schon berichtet hat, ist der vermisste Sauna-Mitarbeiter tot. Der seit dem Neujahrstag vermisste Carsten S. ist Opfer eines Tötungsdeliktes geworden – die Polizei hat einen 43-jährigen Tatverdächtigen in Berlin-Mariendorf festgenommen, der offenbar beim Eintreffen der Beamten versucht hat, sich das Leben zu nehmen.

Der 37-jährige S., der auch als Bankangestellter arbeitete, hatte am 1. Januar seinen Thekendienst im schwulen Badehaus “Boiler” beendet und wollte nach Angaben seines Lebensgefährten einen Mann für ein Date treffen. Nachdem er um 23:30 Uhr von einer Sparkasse am Mehringdamm einen höheren Geldbetrag abgehoben hatte, verlor sich seine Spur (queer.de berichtete). Sein Handy war ein Tag später ausgeschaltet worden.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung war ein 43-jähriger Mann in den Focus der Ermittler geraten. Als die Polizisten am Montag zur Wohnung des Tatverdächtigen in Berlin-Mariendorf kamen, fanden sie den Mann aufgrund selbst zugeführter Schnittwunden schwer verletzt vor. Er wurde sofort zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen. Ein Ermittlungsrichter soll im Laufe des Dienstages über den Erlass eines Haftbefehls entscheiden.

Leiche in Wohnung des Tatverdächtigen

In der Wohnung des 43-Jährigen an der Markgrafenstraße fanden die Ermittler auch die Leiche des Vermissten. Die Obduktion des Toten bestätigte nach Polizeiangaben den Anfangsverdacht eines Tötungsdeliktes. Die Behörden machten keine Angaben zu den genauen Umständen des Todes, zu denen auch der Todeszeitpunkt gehört. Das sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen der fünften Mordkommission.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass die Leiche des Opfers zerstückelt aufgefunden wurde, laut “Berliner Zeitung” waren Kopf und Gliedmaßen vom Körper abgetrennt. Laut “B.Z.” hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen Mordes “zur Befriedigung des Geschlechtstriebs” beantragt.

Quelle: Queer.de – Vermisster Sauna-Mitarbeiter ist tot

Drei Mordfälle nahe Cruising-Gegenden

| Sucht Cruising-Mörder Opfer im Internet?

Drei Mordfälle nahe Cruising-Gegenden – zuletzt in Kerpen bei Köln – sollen von ein und demselben Täter verübt worden sein, der seine Opfer offenbar im Internet findet.

Wie ein Ermittler gegenüber der “Bild”-Zeitung mitteilte, sollen alle drei Opfer mit der selben Waffe regelrecht hingerichtet worden sein. Zunächst war im Mai ein 30-Jähriger in einer Cruising-Gegend um Magstadt (Landkreis Böblingen) getötet worden, im Juli wurde ein 70-Jähriger auf dem Autobahnparkplatz der A5 bei Mörfelden-Walldorf (Landkreis Groß-Gerau) tot aufgefunden (queer.de berichtete). Das letzte Opfer ist am 30. August in einem Waldgebiet in Kerpen-Buir nahe des Rastplatzes “Im Bahnert” mit mehreren Schüssen, darunter in den Kopf, ermordet worden. Der 25 bis 35 Jahre alte Mann konnte bislang nicht identifiziert werden (queer.de berichtete). Er wurde mit nur einem T-Shirt bekleidet aufgefunden.

Hunderte Polizisten durchsuchten am Freitag das Waldgebiet in Buir, wie die Polizei des Rhein-Erft-Kreises meldete. Es seien allerdings keine Gegenstände gefunden worden, die mit dem Getöteten in Zusammenhang gebracht werden konnten. Der Mörder soll aber nach Angaben der Polizei nach jeder Tat Kleider, Papiere und andere persönliche Gegenstände seiner Opfer mitgenommen haben. [...]

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© 06.09.2010 – queer.de | Sucht Cruising-Mörder Opfer im Internet?