Das Leben

Das Leben,
ich begehre es nicht mehr,
dem Tode steh ich längst schon viel näher.

Nur ein einziger Schritt,
nur ein einziger Schnitt,
dann gewährt mir der Tod in seine Welt eintritt.

Das einzige, was mich noch am Leben hält,
alles was noch für mich zählt,
ist er, der, der meine Seele entbrannt
der meine Lust am Leben wieder entflammt.

Der, der mich am Leben hält,
doch seine Nähe,
sie bleibt mir verwehrt.

Er war mein letzter halt,
ohne ihn ist alles leer und kalt.

Quelle: Unbekannt

Mit der Freude zieht der Schmerz …

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zur Seiten.
Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch eh wir’s bitten,
ist für Throne und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.
War’s nicht so im alten Jahr?
Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder,
und kein Wunsch wird’s wenden.
Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage.
Jedem auf des Lebens Pfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte;
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite!

© Johann Peter Hebels

Wunder geschehen

„Wo kein Wunder geschieht, ist kein Beglückter zu sehn.“ Friedrich Schiller hat diese mehr auf den ersten Blick überraschende Wahrheit formuliert. Er hat in seinem Gedicht „Das Glück“ dargestellt, wie das Glück nicht durch eigene Leistung erkauft oder durch eigene Anstrengung erwirkt werden kann. Glück ist in der Tat letztlich immer Geschenk, immer ein Wunder.

Wunder kann man nicht machen.

Wunder geschehen.

Wunder überraschen uns.

Wunder stellen sich ein.

Und Wunder kommen immer vom Himmel.

Sie fallen auf uns herab. Wir können nur die Hände aufhalten, damit das Wunder nicht an uns vorüber fällt. Unsere Aufgabe ist, das Wunder des Glücks zu ergreifen, das Gott uns zuwirft.

Meine Liebe

Nie hätte ich es für möglich gehalten,
das ich noch mal den Verstand verlierte
und mich Hals über Kopf verliebte.

Nie hätte ich es für möglich gehalten,
das meine Gefühle und Empfindungen,
die ich längst vergessen glaubte,
in mir wieder aufwachten.

Es war passiert,
ich hatte versucht mich dagegen zu wehren,
aber all das längst vergessen geglaubte
wurde wieder in mir wach.

Ich hatte dich geliebt!
Und sage heute danke, dass ich das durfte!

Nun aber doch:
Manchmal sollte man gehen, wenn es am schmerzvollsten ist.
Manchmal muss man verstehen, auch wenn man es nicht kann.

Lebewohl und Alles Gute …

Hinweis: Nein, dies ist nicht persönlich in meinem Realen Leben z.Zt. – es handelt sich um den Spruch / das Gedicht!

Verlassen

Wie ein Schlag mitten in den Magen,
dieser Schmerz kaum zu ertragen,
Tränen kullern übers Gesicht,
diesen Schmerz vergisst man nicht.
Wie in Ketten angebunden,
Blut fließt aus allen Wunden,
markiert mit Narben ohne Ende,
zerkratzte Arme, zerkratzte Hände,
zerfetzte, blutbeschmierte Sachen,
nichts kann man dagegen machen.
Angekettet die Flügel der Freiheit
an der Wand der Vergessenheit,
die Ketten klauen einem den Atem.
Was kann man im Leben noch erwarten?

Gefangen im Spiegelraum,
kommt es einem vor wie in einem Alptraum.
Zerschlägt man diese Spiegel
zerbricht das Siegel!
In jeder Scherbe sieht man den Mist,
was im Leben passiert ist.
Jeder Person einzelnes Gesicht,
diese Qualen vergisst man nicht.
Jeder sieht zu wie man leidet,
jeder sieht zu wie man im Schmerz reitet.
Das Blut die Scherben verdeckt,
diese Gesichter vollkommen versteckt,
man alleine ist und sich dieses gehässige Gelächter verpisst,
man auf einmal diese Ruhe merkt
und nicht daran denkt, an das böse Werk,
erstmal sieht wie leer der Raum doch ist,
so leer wie du selber es bist.

Worte

Wie die Worte hernieder hageln,
stechen die Seele wie tausend Nadeln,
verknoten jede Zunge,
rauben die Luft aus jeder Lunge,
können erscheinen an jedem Ort,
rauben jedem Feinde das Wort,
können, das muss man erwähnen,
jeden Mund lähmen,
können, das muss man erklären,
jedes Wort erschweren,
können, man kann es nicht leugnen,
jeden geistigen willen beugen,
lassen es verschwinden – jedes Lachen,
können großes Leid erschaffen,
können jeden stürzen – in einen Leidenskreis,
doch hat das seinen Preis,
geht mit jedem dieser Worte ein Stück Seele verloren,
ist mit jedem dieser Worte ein Teil im innersten gestorben,
so passiert es, dass es einen von innen her leert,
doch einigen ist es das gewiss Wert,
denn eines bergen diese Worte: große Macht,
doch ist es jedes Mal das Dunkel welches erwacht,
diese Worte können beherrschen und kontrollieren,
man kann sich in ihnen verlieren,
sie beginnen den Verstand zu verwirren,
man kann sich in ihnen verirren,
bis sie schließlich das tun was sie niemals sollen:
sie übernehmen die Kontrolle.

Augenblicke

Es sind Augenblicke, in denen ich glücklich mit
dir bin. Augenblicke wo ich vor Sehnsucht
nach dir nicht klar denken kann.
Es sind Augenblicke in denen ich weine, weil
ich angst habe dich nicht mehr berühren und
mit dir reden zu können. Augenblicke in denen
ich das Gefühl habe, alles um mich scheint
still zu stehen. Jeder Augenblick in den ich
dein Bild in den Händen halte und es
umarme, als wärst du es, der vor mir
steht. Ich will nicht nur an ihn denken
und Schmerz empfinden. Ich will sie
mit dir teilen. Das sind Augenblicke nur mit dir!

Ausweglos

Lügen fallen hoffnungslos
Über mir zusammen
Tränen in den fremden Schoß
Hier bin ich gefangen

Immer klar das Ziel vor Augen
Nun so weit entfernt
Noch möchte ich so gerne glauben
Hoffnung, die mich wärmt

Ob es nun mein Schicksal ist
Sinnlos aufzugeben
Ich bitte um die Gnadenfrist
Gnade um mein Leben

Niemand lindert meine Qual
Sie stürzt sich auf mich nieder
Einmal, zweimal, hundertmal
Und immer, immer wieder…

Er hat dich nur verarscht

Er hat Dich verarscht,
darum hat er Schluss gemacht.
Doch es tut Ihm nicht weh,
Du könntest Ihn hassen.
Du hast viel an Ihn gedacht,
doch er hat nur gelacht.
Er hat Dich verletzt,
Deine Träume zerfetzt.
Noch immer läufst Du Ihm hinterher,
das freut Ihn umso mehr.
Du sehnst Dich nach Wärme,
glaubst immer noch,
er pflückt Dir die Sterne.
Doch er spielt mit Dir ein Spiel,
die Macht über Dich ist sein Ziel.
Du gehst trotzdem darauf ein,
denn Du möchtest einfach glücklich sein.
Er spürt nur Verlangen,
Du kannst ewig hoffen und bangen.
Immer wieder lügt er Dich an,
bitte denke daran…
er ist auch nur wie mancher Mann.

PS: Zur Verteidigung von euch Jungs…
Es sind aber auch Frauen so…