Aidshilfe begrüßt Votum des Nationalen Aids-Beirats

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Der Nationale AIDS-Beirat hat sich in einem Votum zur strafrechtlichen Bewertung von HIV-Übertragungen bei einvernehmlichem Sexualverkehr geäußert.
Darin heißt es unter anderem: "Strafverfahren bezüglich der HIV-Übertragung bei einvernehmlichem Sexualverkehr leisten keinen Beitrag zur HIV-Prävention.

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Deutsche Aids-Hilfe: HIV-Tests müssen freiwillig bleiben!

Die Deutsche Aids-Hilfe berichtet in Ihrer aktuellen Pressemitteilung:
In Sachsen-Anhalt sollen demnächst unter bestimmten Bedingungen HIV- und Hepatitis-Tests gegen den Willen der Betroffenen möglich sein.

So sieht es der Gesetzentwurf für ein geändertes „Gesetz über die Sicherheit und Ordnung“ vor, das am 13. Juli im Landtag des Landes in erster Lesung behandelt und an den Ausschuss für Inneres überwiesen wurde.

Die Deutsche AIDS-Hilfe lehnt diesen Gesetzentwurf als unverhältnismäßig ab. Dazu sagt Carsten Schatz, Mitglied im Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe:

„Ein solches Gesetz setzt Grundrechte außer Kraft. Es öffnet die Tür für unfreiwillige Tests und damit für einen willkürlichen Umgang mit möglicherweise HIV-positiven Menschen. Nicht ohne Grund dürfen in Deutschland medizinische Tests nur mit Einwilligung der Betroffenen und in Verbindung mit einer entsprechenden Beratung stattfinden. Dieser Anspruch ist ein hohes Gut und darf nicht leichtfertig aufgeweicht werden. Die Entscheidung für oder gegen einen Test sowie den richtigen Zeitpunkt liegt beim Individuum – und das muss auch so bleiben!“

Ein HIV-Test gegen den Willen eines Menschen ist rechtlich Körperverletzung, die Diagnose kann schwerwiegende psychische und soziale Folgen haben.

Sachsen-Anhalt plant nun, Tests zu erlauben, wenn – so heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfes – Personen „einer besonderen Infektionsgefahr ausgesetzt waren. Vor allem Polizeivollzugskräfte und Rettungshelfer können betroffen sein, wenn sie sich z.B. an Spritzen verletzen oder eigene offene Wunden mit Körperflüssigkeiten eines Festzunehmenden oder Unfallopfers in Berührung kommen (…).“

Besonders folgenschwer: Wenn die Polizei von „Gefahr im Verzug“ ausgeht, könnten die genannten Tests sogar ohne richterliche Anordnung möglich sein.

Hintergrund ist die Möglichkeit der „Postexpositionsprophylaxe“ (PEP, „Nach-Risiko-Vorsorge“). Eine umgehende Behandlung mit HIV-Medikamenten kann in den meisten Fällen die Übertragung des Virus noch verhindern. Diese Behandlung ist aber auch ohne HIV-Test möglich; nur in den seltensten Fällen ist nicht klar, ob eine Infektion vorliegt oder wahrscheinlich ist. Zudem kann ein HIV-Test in solchen Situationen auch keine sichere Information liefern, weil er erst drei Monaten nach einem Infektionsrisiko zuverlässig anzeigt, ob jemand HIV-positiv oder -negativ ist.

DAH-Vorstand Carsten Schatz: „Geplant ist eine weitreichende gesetzliche Veränderung aufgrund von seltenen Einzelfällen. Dieses Gesetz ist eher großen Ängsten geschuldet als tatsächlichen Erfordernissen. Dafür ein Grundrecht auszuhöhlen, ist vollkommen unverhältnismäßig.“

Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet sich in dieser Frage den Entscheidungsträgern in der Politik sowie den Verbänden der genannten Berufe als Gesprächspartner an. „Die Ängste von Menschen in medizinischen Berufen und im Polizeieinsatz nehmen wir sehr ernst“, sagt Carsten Schatz. „Wir helfen gerne dabei, diesen Ängsten mit hilfreichen Informationen zu begegnen.“

Quelle: Deutsche Aids-Hilfe

Kündigung wegen HIV-Infektion in Probezeit

Deutsche AIDS-Hilfe kritisiert Entscheidung des Berliner Arbeitsgerichts: Entlassung wegen HIV ist rechtswidrig

Das Arbeitsgericht Berlin hat die Klage eines HIV-positiven Chemielaboranten abgewiesen, dessen Arbeitgeber ihm in der Probezeit wegen der Infektion gekündigt hatte. Dazu erklärt die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH):

Das Urteil des Arbeitsgerichts ist enttäuschend, denn es hat offenbar nicht anerkannt, dass der 24-jährige Sebastian F. (Name geändert) aufgrund seiner HIV-Infektion unter dem besonderen Schutz des Allgemeinen Gesetzes zur Gleichbehandlung (AGG) stand. Das AGG schützt vor einer Kündigung aufgrund von Behinderungen – auch während der Probezeit.

DAH-Vorstandsmitglied Winfried Holz: „Das Arbeitsgericht hat die Gelegenheit verpasst, Rechtsgeschichte zu schreiben. Es hätte bei dieser Gelegenheit klar stellen können, dass auch Menschen mit HIV und andere chronisch Kranke durch das AGG vor Diskriminierung geschützt sind.“

HIV-Infektionen oder chronische Erkrankungen werden im Gesetz nicht explizit genannt, der Diskriminierungsschutz bezieht sich aber nach Auffassung der Deutschen AIDS-Hilfe natürlich auch auf Behinderungen, die durch eine HIV-Infektion entstanden sind. Das Bundesministerium für Gesundheit teilt diese Einschätzung in seinem “Bericht zum Aktionsplan zur Umsetzung der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie der Bundesregierung”. Und die Versorgungsämter stufen eine HIV-Infektion auch dann als zehnprozentige Behinderung ein, wenn noch keine klinischen Symptome auftreten.

Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert schon lange, den Schutz vor Diskriminierung aufgrund von chronischen Krankheiten im Gesetz ausdrücklich festzuschreiben. „Immer wieder wird uns von Ausgrenzung und rechtswidrigen Kündigungen berichtet“, sagt DAH-Vorstand Winfried Holz. „Menschen mit HIV müssen zuverlässig vor Diskriminierung im Arbeitsleben geschützt werden!“

Im vorliegenden Fall hatte der Arbeitgeber, die Eckert und Ziegler EuroPet GmbH, während der Probezeit im Rahmen der betriebsärztlichen Untersuchung einen HIV-Test durchgeführt. Die Kündigung erfolgte dann mit Verweis auf das positive Testergebnis. Als Begründung gab das pharmazeutische Unternehmen an, es müsse seine Kunden vor einer HIV-Infektion schützen.

„Diese Argumentation ist absurd“, sagt Silke Eggers, DAH-Referentin für soziale Sicherung und Versorgung. „Es bestand keinerlei Gefahr für Kollegen oder Kunden. Im Arbeitsalltag kann HIV nicht übertragen werden. Ein HIV-Infektion ist prinzipiell kein zulässiger Kündigungsgrund.“

Sebastian F. und sein Anwalt wollen nun die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und dann voraussichtlich Berufung einlegen.

Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet Arbeitgebern an, sie im Umgang mit dem Thema HIV am Arbeitsplatz zu unterstützen, zum Beispiel durch Informationsveranstaltungen für Führungskräfte und Belegschaften.

© Deutsche AIDS-Hilfe

08.08.2011 Steffen030 |

Erschreckend: Immer noch, Berlin Hauptstadt der Syphilis!

Am 24. Juli 2007 hatte ich in meinem Blog schon einmal das Thema das Berlin Nr. 1 ist mit der Syphilis. Auch damals habe ich diese Information u.a. in der BZ gelesen. Nun erneut dazu ein Beitrag in der BZ online am 07.12.2009 schon gelesen.

-▷ © Die BZ schreibt unter der Überschrift „Mehr Fälle, Berlin ist Hauptstadt der Syphilis“

Die Geschlechtskrankheit Syphilis wird in Berlin so häufig übertragen wie sonst nirgendwo in Deutschland.

So stiegen die Zahl der Syphilis-Fälle in Berlin vom Jahr 2007 zum Jahr 2008 um 44 Prozent. Das teilte das Robert-Koch-Institut am Montag mit. Besonders betroffen waren Männer, die ungeschützten Sex mit Männern hatten. Die Berliner Aids-Hilfe sieht auch in diesem Jahr keine Umkehr dieses Negativ-Trends.

Bundesweit wurde Syphilis im Jahr 2008 bei 3172 Patienten festgestellt. Damit kommen auf 100 000 Einwohner rund 4 Fälle. Diese Durchschnittszahl liegt seit dem Jahr 2004 auf einem ähnlich hohen Niveau. In Berlin kommen allerdings 19 Syphilis-Fälle auf 100 000 Einwohner. Das ist die höchste Zahl in Deutschland – vor Köln mit 18 und München mit 16 Fällen.

Beim Berliner Robert Koch-Institut werten Forscher Syphilis heute vorwiegend als Großstadt-Phänomen der schwulen Szene. Mindestens 4 von 5 aller Infektionen kamen über sexuelle Kontakte unter Männern zustande, die zumeist häufig ihre Partner wechselten. Manchmal infizierten sich Männer bereits zum zweiten oder dritten Mal mit Syphilis. […]

[…] Syphilis, die auch Lues oder Franzosenkrankheit genannt wird, ist mit Penizillin heilbar. Unbehandelt führt sie jedoch zu Hautentzündungen und kann auch Organe befallen. Im Endstadium kann Syphilis das zentrale Nervensystem zerstören. Syphilis mach Ärzten im Zeitalter von Aids aber auch noch andere Sorgen: Die Ansteckung begünstigt eine HIV-Infektion. […]

100 000 Berliner zwischen 18 und 65 Jahren sind schwul – und sie machen den Aids-Spezialisten Sorgen

HIV-SchleifeSo schreibt es der Berliner Kurier unter der Überschrift „Aids in Berlin wieder auf dem Vormarsch“.

An die 100 000 Berliner zwischen 18 und 65 Jahren sind schwul – und sie machen den Aids-Spezialisten Sorgen. Nach dem großen Aids-Schock in den 80er Jahren vernachlässigen sie die Vorsorge gegen die Ansteckung mit dem HI-Virus, kam bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss heraus.

Statt aufs Kondom verlassen sich Homosexuelle aufs Gefühl. Kai-Uwe Merkenich von der Berliner Aids-Hilfe: “Sie suchen sich ihren Sexualpartner danach aus, ob er gesund aussieht.” […]

Auch der Tagesspiegel beschäftigt sich mit dem Thema wo es heißt „Aids-Politik des Senats in der Kritik“

Das sagte Kai-Uwe Merkenich, Geschäftsführer der Berliner Aids-Hilfe, am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Merkenich war gemeinsam mit anderen Experten geladen, um über die Notwendigkeit kontinuierlicher finanzieller Mittel in diesem Bereich zu sprechen. Während auf Bundesebene die Mittel für den Aktionsplan aufgestockt wurden, werden sie in Berlin für freie Träger seit Jahren langsam zurückgefahren. „Und das, obwohl die Hauptstadt Brennpunkt der Epidemie ist“, sagte Merkenich.

Laut Ulrich Marcus vom Robert-Koch- Institut infizieren sich in Berlin zur Zeit etwa 500 Menschen jährlich mit dem Virus. Seit 2002 hat sich die Zahl verdoppelt. 90 Prozent davon sind sogenannte MSM, also Männer, die mit anderen Männern Sex haben. Die Gründe dafür seien unter anderem, dass HIV-Negative nicht mehr grundsätzlich Kondome benutzen, sondern von Fall zu Fall entscheiden, und dass andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis zunehmen, die wiederum die HIV-Infektion erleichtern. […]

HI-VIRUS geknackt?

Aktuelle Meldung eben (31.07.2008 / 14:15) gefunden unter blu.fm.

Was jetzt aber nicht heißen soll, das man es ohne Gummi machen sollte. Es heißt eben weiterhin Aufpassen Jungs und Mädels.

HI-VIRUS GEKNACKT?

An der Universität Texas ist Forschern offenbar einen entscheidender Schritt im Kampf gegen Aids gelungen. Sie fanden eine Proteinstruktur, die sich bei der Mutation des Virus nicht verändert und somit angreifbar bleibt, auch wenn das HI-Virus sich an neue Medikamente angepasst hat.

Laut Informationen der BILD sei im Laborversuch bereits erfolgreich mit Antikörpern gegen den HIV vorgegangen und dieser vernichtet worden. Weitere Labortests und Tierversuche würden jetzt anlaufen und bei Erfolg könne unter Umständen bereits in 5 Jahren ein dauerhaft wirksames Medikament gegen Aids auf den Markt kommen.

Wichtiger Hinweis: Der bisher genutzte Antikörper stammt aus Zellen von Menschen, die eine Autoimmunkrankheit haben, die schmerzhafte Hautirritationen hervorruft. Also bitteschön weiter Kondome benutzen! Ohne Risiken und Nebenwirkungen helfen nur diese aktuell und in Zukunft vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Artikel 1:1 von der Site blu.fm entnommen. (Sollte dieses gegen was verstoßen, werde ich es ändern.)

Virtuelle Welt » Wie will man die Jungs nur verstehen #10

Ich weiß, man muss dieses nicht fragen, weil man sie eben nicht verstehen kann. Nun hatte ich aber mal wieder paar Tage Zeit um zu versuchen sie zu verstehen und es klappt mal wieder nicht. Man nehme sich eben die Zeit, nutze sein Profil bei GayRomeo und staune Bauklötzer wie das Verhalten der Jungs auf dieser Kontaktbörse ist. Man staune wieder über die Angaben im Profil, ja mittlerweile habe ich ja verstanden dass nicht alle Angaben in den Profilen der Wahrheit entsprechen – aber dass man auch in Sachen Safer Sex noch so Rücksichtslos ist, das hätte ich nicht gedacht.

Warum schreiben User „IMMER“ und meinen dann doch „NIEMALS“? Ich verstehe das nicht wenn User nicht ehrlich sein können. „Immer“ schreiben heißt doch auch „immer“ mit Kondom über den Schwanz ficken oder gefickt werden. Oder habe ich wieder einen Denkfehler?

Es gibt auch bei GayRomeo viele Clubs die sich mit dem Thema „Bareback“ befassen und ich habe mir erlaubt mal zweien beizutreten um zugucken wen man alles entdeckt. Da staunte ich nicht schlecht, einige User die ich kenne und die mir was von „immer Safer Sex“ erzählen und dann sind sie mit der Angabe: „Safer Sex – Immer“ in solchen Clubs vertreten. Ah, ich dachte ich spinne. Wie unehrlich ist das denn? Groß rum schreien und dann doch in solchen Clubs sein. Das sind mir ja die richtigen.

Machen wir uns nichts vor, klar ist es schön ohne Kondom Sex zu haben, aber sollte man dann nicht den Arsch in der Hose haben und wenigstens „keine Angabe“ in das Profil setzen? Das zumindest wäre doch die Alternative oder man schreibt „nach Absprache“ auch das wäre Ehrlich. Aber „immer“ schreiben und doch „ohne“ zu ficken – hm, das ist unverständlich. Auch dann diese schönen Profiltexte dann dazu, das man doch nicht auf „Barebacker“ steht und so… Ahhhhhhhhh …

Ich werde diese Virtuelle Welt und ihre User nie verstehen. Auch wenn ich mir noch soviel Mühe gebe um das zu können. Wenn wir mal bei Beitrag #100 dazu angekommen sind, wissen wir, dass ich sie nicht verstehe. Also mal wieder daran arbeiten, dass ich die Jungs verstehen werde. In diesem Sinne, seit Ehrlich zu einander und achtet auf eure Gesundheit…

So und hier mal nen Screenshot aus einem Profil, wo ich auch staune. Keine Typen mit “bare-ficker ambitionen”, aber Safer Sex – Keine Angabe. Na das passt ja auch schön zusammen.

GayRomeo schreibt das 1×1 des Safer Sex auf Ihrer Seite den Text der Aids-Hilfe e.V. von 2005

Safer Sex schützt vor HIV und senkt die Gefahr einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Erregern. Hier einige Informationen über Risiken und Schutzmöglichkeiten bei den gängigsten sexuellen Praktiken.

Oralverkehr
Zum “Blasen”: Das Stimulieren des Penis mit Mund oder Zunge gilt als risikoarm, solange kein Blut im Spiel ist. Wichtig ist: kein Sperma in den Mund, auf Wunden, auf die Schleimhäute oder in die Augen gelangen lassen. Wenn dennoch Sperma in den Mund gelangt, nicht schlucken, sondern möglichst schnell ausspucken und Mund ausspülen, am besten mit Alkohol. Ist Sperma in die Augen gelangt, diese möglichst schnell mit Wasser ausspülen. Wer ganz sichergehen will, benutzt beim Blasen ein Kondom. Es schützt außerdem vor Mund-Tripper.

Eindringen mit den Fingern
In den After ist dies risikoarm, auch bei nicht intakter Haut. Auf kurz geschnittene Fingernägel sollte man aber achten!

Analverkehr
Hier ist das Risiko besonders groß, sich mit HIV und anderen Krankheitserregern anzustecken. Der After ist stark durchblutet, seine Schleimhäute sind sehr leicht verwundbar.
Auch der “aktive” Partner – also derjenige, der seinen Penis einführt – kann angesteckt werden: Die empfindliche Eichel und der Harnröhrenausgang können mit Erregern in Kontakt kommen.
Kondome, zusammen mit einem fettfreien Gleitmittel, bieten beim Analverkehr guten Schutz.

Fisting
Bei dieser Praktik – ob anal oder vaginal – ist das Risiko gering, solange es nicht zum Blut-Blut- oder Blut-Schleimhautkontakt kommt. Schutz bieten Latexhandschuhe (auf kurz geschnittene Fingernägel achten!). Wenn man fetthaltige Gleitmittel (z. B. Crisco) verwendet, ist Anal- oder Vaginalverkehr nach dem Fisten riskant, weil Fett die üblichen Kondome beschädigt, sodass sie nicht mehr schützen.

S/M (Sado-Maso)
Was HIV angeht, ist S/M risikolos – vorausgesetzt, es gibt keine Wunden, in die Blut oder Sperma gelangen kann, und Blut oder Sperma gelangen nicht in die Augen, auf Schleimhäute oder in den Mund. Auch die “Werkzeuge” sind sicher, solange kein Blut im Spiel ist. Werden sie auch bei/von anderen benutzt, sollten sie vor dem Weiterreichen gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden.

Sex mit Sexspielzeugen
Was HIV angeht, sind Dildos, Vibratoren und andere Toys sicher, wenn sie nur von/bei derselben Person benutzt werden. Werden sie von/bei anderen verwendet, zieht man ihnen zuvor jeweils ein neues Kondom über oder wäscht sie sorgfältig mit Wasser und Seife.

Andere Praktiken
Praktiken mit Urin (“Golden Shower”) und Kot (Scat) wie auch das Lecken des Anus (Rimming) sind unbedenklich, was HIV angeht (solange kein Blut im Spiel ist). Man kann sich dabei allerdings mit anderen Krankheitserregern anstecken, z.B. Hepatitis-Viren. Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen.

Küssen – auch tief und ausgiebig -, gegenseitige Masturbation und Massage, sich aneinander reiben und dergleichen: Diese Praktiken bergen kein HIV-Risiko, solange kein Blut oder Sperma in den Mund, die Augen, auf Schleimhäute oder auf Wunden gelangt.

Bi-Sex: Sex mit Frauen
Auch hier gilt: Kondome beim Vaginal- und Analverkehr sind der beste Schutz. Das Lecken der weiblichen Geschlechtsorgane gilt als risikoarm, außer während der Menstruation (wer auf „Nummer Sicher“ setzt, kann ein aufgeschnittenes Kondom oder Frischhaltefolie zwischen Mund und Scheide legen). Auch das Eindringen mit den Fingern in die Vagina ist risikoarm; während der Menstruation sollten Fingerlinge, Kondome oder Gummihandschuhe verwendet werden.


Text: Deutsche AIDS-Hilfe e.V., März 2005