Schönheits-OP: Penis auf der Streckbank

Wann ist ein Mann ein Mann? Während Frauen den Sex-Appeal des starken Geschlechts über einen durchtrainierten Körper und ein markantes Gesicht definieren, schaut der Mann selbst unter die Gürtellinie. Nach Angaben des Instituts für Männergesundheit an der Universität Hamburg-Eppendorf definieren sich 85 Prozent aller Männer über ihre Sexualität und ihre Penisgröße.

Demzufolge gibt es in Deutschland massenweise unzufriedene Männer: Denn jeder Zweite hält sein Gemächt für zu klein. Sie halten unter anderem die Größe von Pornodarstellern für den Maßstab, wie Frank Sommer vom Institut für Männergesundheit erklärt. Doch dem Urologen zufolge treffen die gigantischen Maße nur auf fünf Prozent aller Männer zu.

Aber was ist normal? In verschiedenen Studien wurden bei einem erigierten Penis Durchschnittswerte zwischen 14,5 und 15,2 Zentimeter erzielt. In einer anderen Studie lagen 90 Prozent aller Probanden zwischen 14 und 16 Zentimetern.

Wer sein Glied als zu klein empfindet, kann darunter auch psychisch leiden. Ist die Intimsphäre des Mannes gestört, wirkt sich das negativ auf das Sexualleben aus. Umso mehr Männer entscheiden sich deswegen für einen radikalen Schritt: eine Penisverlängerung.

Im vergangenen Jahr haben sich rund 1000 Männer für die Operation entschieden. «Mittlerweile liegen Penisvergrößerungen auf dem siebten Platz der schönheitschirurgischen Eingriffe bei den Männern», sagt Sven von Saldern, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Berlin. Die tatsächliche Zahl der Eingriffe dürfe aber viel höher sein, denn eine Operation im Ausland sei oft günstiger.

Von Saldem macht jedoch deutlich, dass der Eingriff nicht die Potenz der Patienten stärkt. «Bei den Männern ist da nur der Wunsch nach mehr Volumen.» Und die nehmen die schmerzhafte Prozedur dafür gern in Kauf.

Das Verfahren

Ziel ist es, einen Teil des Gliedes von innen nach außen zu verlagern. Das heißt: Die Reservezentimeter, die normalerweise im Bauchraum versteckt sind, werden nach vorne verlagert. So wird optisch ein größerer Penis, sowohl im nicht erigierten als auch im erigierten Zustand, ermöglicht.

Dafür setzt der Chirurg einen bis zu drei Zentimeter langen Schnitt an der Peniswurzel unter dem Schamhaar. Durch die Öffnung kommt er an die Haltebänder, die am Beckenknochen befestigt sind. Diese werden teilweise gelöst, nach vorne verlagert und wieder am Knochen befestigt. Die OP erfolgt meist ambulant. Dem Patienten wird geraten, sich eine Woche zu Hause vom Eingriff zu erholen. Je nach Wundheilung könne er frühestens acht Wochen danach wieder Geschlechtsverkehr haben.

Wie viele Zentimeter der Patient sichtbar hinzu bekommt, ist eine Lotterie. Denn der Chirurg kann nur das herausholen, was innen liegt. Und der Betroffene weiß vor der Operation nicht, wie viel Penis sich noch im Bauchraum befindet. Das schwankt von Patient zu Patient – von zwei bis zu sechs Zentimeter.

Risiken und Kosten

Durch den Eingriff kann der Penis an Stabilität verlieren. Zudem wird er unempfindlicher. Nach der Operation kann sich der Penis durch den Narbenzug wieder auf die ursprüngliche Größe verkleinern. Um das zu verhindern, wird häufig nach der Operation ein Penisstrecker verwendet.

Im Schnitt kostet eine Penisverlängerung 5000 Euro. Die Krankenkassen kommen dafür in der Regel nicht auf. Der Betroffene muss die Operation aus eigener Tasche bezahlen.

Welche Schönheitsoperationen in Deutschland gefragt sind, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

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Sextherapie – Versteh einer die Männer!

Männer und Frauen sind eine Kombination, über die schon gesprochen wurde. Passen wir überhaupt zusammen oder sind es nur die Hormone, die uns zueinander treiben? Gibt es ein Rezept für die perfekte Beziehung oder kann alles immer nur ein guter Versuch bleiben?

Die amerikanische Sextherapeutin Brandy Dunn widmet sich in ihrem Leben diesen Fragen. Erst als Therapeutin in New York, wo sie ihre ganz eigene Version von Sex And The City erlebt, später im kalifornischen Los Angeles. In ihrem Buch Die Männer auf meiner Couch berichtet sie von der Suche nach den Antworten, die wir alle suchen.

Aber vor allem hat sie ein Buch für Frauen geschrieben. Wie häufig steht das weibliche Geschlecht vor den Männern dieser Welt, ein Fragezeichen über ihrem Kopf schwebend. Brandy Dunn gibt Antworten – oder zumindest Lösungsansätze.

In einzelnen Kapiteln berichtet sie von den Hilfesuchenden, die zu ihr in die Praxis kommen. Und meist zeigt sich schnell: Sex ist nicht immer das Problem, sondern all die Gefühle, die mit hineinspielen: Vertrauen, Macht, Unterwerfung und vor allem die Liebe.

Sex macht nicht immer glücklich

Da ist beispielsweise David. Ein Mann, Mitte 30, erfolgreich in seinem Beruf an der Wall Street. David hat eine Freundin. Jung, hübsch und ihm in allen Dingen ergeben. Eigentlich sollte David zufrieden sein, aber er ist es nicht. Mehrmals die Woche geht er mit seinen Freunden in die Kneipen New Yorks und sammelt Frauen – Telefonnummern, flüchtige sexuelle Abenteuer. Glücklich macht ihn das nicht; David spürt eine tiefe Leere in sich.

Nach vielen Gesprächen kommt heraus: David braucht Anerkennung, er möchte respektiert und geachtet werden. Dass aber Telefonnummern und Affairen ihn nicht zu einem besseren Mann machen, sieht er nicht. Erst als er lernt, sich selbst anzuerkennen, kann er aufhören, der größte Minirockjäger seiner Clique zu sein.

Gespickt ist das Buch mit den eigenen Einsichten der Therapeutin, denn sie bringt die Dinge, die sie über Männer erfährt, auch in ihre Beziehung mit ein. Die Berichte aus Die Männer auf meiner Couch sind auch Erzählungen aus ihrem eigenen Leben.

Männer und Frauen wollen nur das Eine

Wenn Brandy Dunn beispielsweise von ihrem Patienten Casey erfährt, dass er nur zum Höhepunkt kommt, wenn er sich Pornos ansieht, hinterfragt sie ihre eigene Beziehung und durchsucht heimlich die Schränke ihres Partners – nur um danach für sich festzuhalten: «Ich nahm mir vor, nicht den Fehler zu begehen, mich für unzulänglich zu halten, weil er Spaß an dem hatte, was er da sah.»

Obwohl es in allen Kapiteln um die Geschichten von Männern geht, kommen Tipps und Hinweise an die Frauenwelt nicht zu kurz. Die Therapeutin bietet spannende Einblicke in die Männerwelt fernab von Klischees. Und so können wir Frauen beim nächsten Mädelsabend auf den Einwurf der frustrierten Freundin «Männer wollen doch nur das eine» mit «Liebe» antworten.

Fünf Tipps zu mehr Lust an der Lust finden Sie in unserer Bilderstrecke. Klicken Sie sich durch.

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