Warum Schwule kein Blut spenden dürfen

Während in anderen Ländern über eine Aufhebung des Blutspendeverbots für schwule Männer diskutiert wird, hält Deutschland am Spendenverbot fest. Was in Zeiten geringer Spendenbereitschaft und leerer Blutbanken wie ein Relikt vergangener Tage klingt, ist in Deutschland behördlich untersagt. Dr. med. Andreas Opitz hat dem Onlinedienst hna.de die Hintergründe in einem Interview erklärt:

„Homosexuelle werden als Risikogruppe definiert. Bei ihnen ist das Vorkommen von HIV bzw. Aids und von Hepatitis B und C deutlich höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Fast zwei Drittel der HIV-Neuinfizierten sind Männer, die mit Männern Sex haben. Deshalb ist es durch die Bundesoberbehörde vorgeschrieben, dass diese Gruppe nicht spenden darf“, so Dr. Opitz gegenüber hna.de.

Auch wenn sich schwule Männer durch den Ausschluss von der Blutspende diskriminiert fühlten, müsse ausgeschlossen werden, dass sich Krankheiten vom Spender auf den Empfänger übertragen könnten. Maximale Sicherheit gebe es nur durch den Fragebogen, der Risikospender ausschließe und durch den Selbstausschluss von Menschen, die wissen, dass es Gründe gebe, warum sie nicht spenden sollten. Erst an dritter Stelle nennt Opitz die Testung der Blutproben auf HIV und andere Infektionskrankheiten.

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30.08.2011 Steffen030 |