Deutsche Lebensversicherungen verlangen vor Abschluss eines Vertrages von schwulen Kunden einen HIV-Test. Das berichtet „ngo-online“ unter Berufung auf einen Bericht des „Focus“. Namentlich genannt werden dem Bericht zufolge die „R+V Versicherungen“ und „Cosmos“. Werden hier als Bezugsberechtigte des zu Versichernden männliche Namen beim Antrag angegeben, sei die „R+V Versicherung“ beispielsweise auf den HIV-Test als „Risikoauslese“ angewiesen, hieß es.
Sabine Lautenschläger, Juristin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kritisierte die Vorgehensweise als mögliche Diskriminierung. Es sei üblich, bei höheren Versicherungssummen nach einer Aids-Untersuchung zu fragen, einen HIV-Test mit der sexuellen Neigung eines Neukunden zu verknüpfen nannte Lautenschläger hingegen „rechtsmissbräuchlich“.
Auf eine Anfrage von Radiosender pride1 teilte die R+V Versicherung mit, dass alle Neukunden, die eine Lebensversicherung von mehr als 250.000 Euro abschließen wollen, im Rahmen der Gesundheitsauskünfte auch um einen HIV-Test gebeten werden. Dies gelte jedoch “für alle Kunden gleichermaßen”.
“Bei geringeren Versicherungssummen gibt es diese Auflage eines HIV-Testes nicht, auch nicht für Homosexuelle. Unabhängig von Geschlecht, Alter und Beruf werden aber alle Kunden dahingehend im Antrag befragt, ob eine HIV-Infektion festgestellt wurde.”, so die R+V Versicherung weiter.
26.05.2011 Steffen030 |





