| Man sollte meinen, dass die Erwähnung von Homosexualität heutzutage in Europa keinen öffentlichen Aufschrei mehr auslöst. In Polen sieht die Situation jedoch noch anders aus. Den Beweis dafür liefert aktuell die homoerotische Ausstellung “Ars Homo Erotica”.
Mit der Ausstellung von homoerotischen Kunstwerken im Warschauer Nationalmuseum möchte sein Direktor Piotr Piotrowski eine sachliche Debatte über die Probleme der homosexuellen Minderheiten in Osteuropa anregen. Schon seit Ankündigung der Ausstellung, die am 10. Juni eröffnet wurde, gab es allerdings Proteste, wie der Nachrichtensender “n-tv” auf seiner Webseite berichtet.
Stanislaw Pieta von der nationalkonservativen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) versuchte demnach, die Ausstellung mit einer parlamentarischen Anfrage zu stoppen. Kulturminister Bogdan Zdrojewski verweigerte sich dem jedoch und sagte, das Projekt stehe im Einklang mit dem Auftrag des Museums als kritische Einrichtung. Somit stellte er sich hinter Piotrowski, der sein Museum als “Agora” (Diskussionsforum) sehen möchte. [...]
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