Steffen030

Zigaretten werden teurer

Verfasst von: steffen030 in: Mittwoch, 8. April 2009

Raucher müssen demnächst wieder einmal tiefer in den Geldbeutel greifen. Sowohl Marktführer Philip Morris als auch der zweitgrößte Tabakkonzern in Deutschland, Reemtsma, erhöhen von Juni an ihre Preise. Andere Hersteller könnten nachziehen.

Philip Morris plant einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten zufolge, die Zigarettenschachtel mit 17 Stück um 20 Cent auf dann 4,20 Euro zu erhöhen. Sollte der Bundestag im Juli zudem die Mindestmengen für Zigarettenpackungen von 17 auf 19 erhöhen, könnten die Preise noch einmal steigen, vermutet die Zeitung. […]

Laut Sueddeutsche.de

Auch die Welt Online schreibt:

[…] Dadurch verteuern sich die Zigarettenpackungen um weitere 30 bis 50 Cent. So soll die Marlboro-Packung ab Juni dann 4,70 Euro bei jenen 19 Zigaretten kosten. Unter 4,50 Euro werden die gängigen Sorten beim neuen Inhalt wohl nicht mehr zu haben sein. „Wenn die Mindestpackungsgröße angehoben wird, werden wir das umrechnen und aufschlagen“, sagte ein Sprecher von BAT. Ähnlich will es auch Reemtsma halten. Allerdings hat das Hamburger Unternehmen, das zur britischen Imperial-Gruppe gehört, bereits jetzt Preiserhöhungen für Tabakprodukte wie Feinschnitt von etwa 30 Cent vorgenommen.

Damit kommt es erstmals seit zwei Jahren wieder zu größeren Bewegungen in einem – was die Preise und Marktanteile betrifft – weitgehend stabilen Markt. Philip Morris liegt in Deutschland mit 37 Prozent Marktanteil klar in Führung, es folgen Reemtsma (West, Davidoff) und BAT (Lucky Strike, Pall Mall) auf den Plätzen. […]

Weitere Links hier & hier.

Na dann macht Rauchen ja bald keinen Spaß mehr, was ich so nicht verstehe ist, die Tabaksteuer fehlt doch dann am Ende, wenn es weniger Raucher gibt – oder nicht?

Und hier noch ein paar Infos zum Thema Tabaksteuer (via Wikipedia)

Die Tabaksteuer wird in Deutschland auf Tabakwaren aller Art erhoben (seit 1906; seit 1993 nicht mehr auf Schnupf- und Kautabak; erhoben via Steuerzeichen) – aber nicht nur. Sie ist eine indirekte Steuer – vergleichbar mit der Mehrwertsteuer, eine Verbrauchsteuer wie z. B. die Mineralölsteuer und eine Mischform aus Mengensteuer und Wertsteuer.

In den letzten Jahren wurde die Tabaksteuer deutlich angehoben. Beispielsweise wurde in den Jahren 2002 und 2003 die Steuer jeweils um 1 Cent pro Zigarette erhöht, um das erste Anti-Terror-Paket zu finanzieren.[1] Mit Einnahmen von rund 14,4 Mrd. Euro im Jahr 2006 (1970 waren es 6,5 Mrd. Euro) ist die Tabaksteuer nach der Mineralölsteuer die ertragreichste besondere Verbrauchsteuer. Mit ca. 13,3 Mrd. Euro stellt die Fertigzigarette den Hauptanteil. Die von der Zollverwaltung eingenommene Tabaksteuer fließt ausschließlich dem Bundeshaushalt zu. Im Jahr 2006 flossen noch 4,2 Milliarden Euro aus der Tabaksteuer an die Krankenkassen, was mittlerweile heruntergefahren wurde.


Wenn man sich im Februar 2009 eine Schachtel Zigaretten für 4,50 Euro kauft, so werden 3,74 Euro als Steuern abgeführt. Dies entspricht einem Anteil von 76,7 % des Kaufpreises. Da Teile der Steuern pro Zigarette berechnet werden, ist dieser Steueranteil pro Schachtel variabel.

1906 wurden etwa 1 Mrd. Zigaretten versteuert, etwa 1/100 der Menge von 2006.

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